Schnürsenkel wechseln und richtig binden, damit sie halten

Landschaftsillustration

Schnürsenkel gehören zu den Teilen eines Schuhs, die am meisten beansprucht werden, aber am wenigsten Aufmerksamkeit bekommen. Sie werden täglich gespannt, geknotet und gelöst, und mit der Zeit franst das Material an den Stellen aus, die am häufigsten durch die Ösen gezogen werden, besonders bei häufig getragenen Schuhen.

Ein Blick auf die Enden der Senkel verrät oft schon früh, ob ein Wechsel bald ansteht. Ausgefranste Spitzen, die sich nicht mehr richtig durch die Ösen fädeln lassen, sind ein deutliches Zeichen, ebenso wie Stellen, an denen der Senkel merklich dünner geworden ist als der Rest.

Die richtige Technik beim Binden

Ein Senkel reißt selten zu einem günstigen Zeitpunkt. Meist geschieht es genau dann, wenn man es eilig hat, weshalb es sich lohnt, verdächtige Stellen schon vorher zu erkennen, statt erst zu handeln, wenn der Senkel bereits gerissen ist und ein Ersatz gerade nicht griffbereit liegt.

Beim Binden selbst lohnt sich eine gleichmäßige Spannung über die gesamte Länge, statt den Senkel nur an einer Stelle straff zu ziehen. Ein zu fest gezogener Knoten belastet die Fasern immer an derselben Stelle, während eine gleichmäßige Spannung den Senkel insgesamt länger halten lässt.

Ein Ersatzpaar Senkel im Schrank kostet wenig, spart aber am Tag des Reißens viel Ärger. Wer ohnehin mehrere Paar Schuhe besitzt, kann die Senkel dabei auch nach Farbe und Länge sortieren, damit im Bedarfsfall schnell das passende Paar gefunden wird, ohne lange suchen zu müssen.

Beim Einfädeln neuer Senkel lohnt sich außerdem ein kurzer Blick auf die Ösen selbst. Sind sie ausgeleiert oder haben scharfe Kanten bekommen, verschleißt auch der neue Senkel schneller als nötig, und der Wechsel muss dann bald wiederholt werden, obwohl das eigentliche Problem an anderer Stelle liegt.

Bei Schuhen, die besonders häufig getragen werden, etwa auf dem täglichen Arbeitsweg, lohnt sich ein vorbeugender Wechsel sogar dann, wenn noch keine sichtbaren Schäden zu erkennen sind. Das kostet nur wenige Minuten, verhindert aber genau den Moment, in dem ein Senkel mitten am Morgen plötzlich reißt und der Tag hastig umgeplant werden muss.